
Wer im Loft wohnen möchte, muss tief in die Tasche greifen. Vor allem in Großstädten ist die exklusive Wohnform beliebt.
Große, hohe Räume, riesige Fensterflächen und unverputzte Backsteinwände - das sind die typischen Merkmale von einem Loft. Vor allem in Großstädten wie Berlin, München und Hamburg sind die sanierten Wohnungen in ehemaligen Fabrikhallen beliebt. Doch vielerorts sind alte Fabrik- und Lagerhallen Mangelware, deshalb werden viele Wohnungen inzwischen auch im typischen Loft-Charakter neu gebaut.
In den 1960er Jahren nutzen vor allem Künstler alte, unsanierte Fabrikhallen, um dort günstig wohnen und arbeiten zu können. Heute ist das Loft nicht mehr karge Wohnstätte, sondern eine exklusive Wohnform, die Mieter und Käufer teuer bezahlen müssen. Das bestätigt auch eine Datenanalyse des Immobilienportals Immowelt.de: Verglichen mit einer Standard-Drei-Zimmer-Wohnung müssen Mieter für ein Loft im Durchschnitt eine um 15 Prozent höhere Miete zahlen. Den Kauf eines Lofts kann jedoch eine gute Immobilienfinanzierung erleichtern. Zudem profitieren Käufer häufig von der Denkmal-AfA: Die Kosten für Sanierung und Modernisierung eines denkmalgeschützten Lofts können steuerlich abgesetzt werden.
Charakteristisch für ein Loft ist ein offener Grundriss. Ganz ohne Zwischenwände kann auf einer Wohnetage gekocht, relaxt und gearbeitet werden. Doch wer sich für das Wohnprinzip Offenheit entscheidet, sollte hohe Nebenkosten einplanen. Denn hohe Decken und großen Räume schlagen beim Energieverbrauch stark zu Buche.
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